12 großartige Auszeit-Ideen für Mütter und wann eine Mama-Auszeit für Dich das Richtige ist

12 großartige Auszeit-Ideen für Mütter und wann eine Mama-Auszeit für Dich das Richtige ist

Nur um Dich selbst kümmern. Ausschlafen. Mit sauberer Kleidung, Lippenstift und kleiner Handtasche aus dem Haus gehen. Leckeres Essen servieren lassen. Endlos mit Freundinnen quatschen und Kaffee bestellen, ohne dass jemand etwas von Dir will. Ein Buch lesen. In der Hängematte liegen. Sport machen. Tanzen. Nichtstun.

Ich glaube die Liste der Dinge, die gut tun und viel zu selten auf der Tagesordnung stehen, kennt jede Mama. Auch der Gedanke, dass Auszeiten für Mütter dabei helfen könnten, zu entspannen und Kraft zu tanken, ist nicht mehr ganz neu.

Aber… ist so eine Auszeit von der Familie auch etwas für DICH?

Oder brauchen Dich Deine Kids (noch) viel zu sehr? Wäre Dein Partner überfordert oder allein gelassen? Ist keine Oma in Sicht? Willst Du überhaupt das Ruder aus der Hand geben? Darfst Du? Oder hast Du davon gehört, dass Du dir unbedingt eine Mama-Auszeit gönnen MUSST und willst jetzt wissen, was es damit auf sich hat?

In meinem Artikel findest Du ALLES über Auszeiten für Mamas: Anzeichen, die dafür sprechen. Bedenken, die dagegen sprechen (inklusive möglicher Antworten darauf). 12 großartige Auszeit-Ideen für Mütter und wie Du sie umsetzen kannst. Alles, was Du sonst noch wissen möchtest.

Inhaltsverzeichnis

I. Fünf eindeutige Anzeichen dafür, dass eine kleine Auszeit für die Mama anstehen könnte


In wie vielen der folgenden fünf Punkte findest Du Dich wieder?

Anzeichen 1: Du liest diesen Artikel

Okay. Dass Du hier bist, bedeutet noch nicht, dass Du eine Auszeit brauchst. Aber: etwas beschäftigt Dich. Und Du nimmst Dir Zeit, um Antworten zu finden. Oder?

Anzeichen 2: Du fühlst Dich wie in einem Hamsterrad

Aufstehen. Frühstück machen. Gesunde Pausenbrote zaubern. Das Meerschweinchen füttern. Die Kinder rechtzeitig zur Kita und oder zur Schule bringen. Dich auf Deine Arbeit konzentrieren. Einkaufen. Kochen. Miteinander essen. Hausaufgaben, Spielplatz, Krabbelgruppe… oder was sonst noch ansteht. Wäsche. Abendessen. Alle bettfein machen. Vorlesen. Kuscheln. Zuhören. Licht aus. Vielleicht noch ein Glas Wein oder die erste Hälfte Tatort. Ins Bett fallen. Von vorn.

Du fühlst Dich wie in einem Hamsterrad
Foto: RyanMcGuire auf pixabay

Anzeichen 3: Dir macht nichts mehr so richtig Spaß

Selbst bei Deinem Lieblings-Italiener war es früher irgendwie besser? Gemeinsame Ausflüge, auf die Du Dich gefreut hattest, sind, wenn es soweit ist, langweilig oder anstrengend? In freien Minuten fällt Dir nichts ein, worauf du Lust hast? Du kannst Dich nicht erinnern, wann Du das letzte Mal aus vollem Hals gelacht hast? Oder so richtig gut gelaunt warst?

Anzeichen 4: Du bist dünnhäutig und schnell genervt

Du kennst das… Dein Mann schwärmt von der Torte, die die Frau seines Kollegen spendiert hat, und Du hörst, dass Du nicht backen kannst.

Du kannst Deiner Kleinen unmöglich schon wieder erklären, warum ihr – auch heute – nicht aufs Zähneputzen verzichten könnt.

Du hast es satt. Du schreist. Du schlägst (verbal) um Dich. Oder… entziehst Dich und sprichst kein Wort?

Anzeichen 5: Deine Liebsten lösen immer seltener einen Knuddel-Anfall aus

Wenn Dich Dein Kleiner mit seinen Späßen, über die Du sonst mit ihm gelacht hättest, zur Weißglut bringt. Wenn Du Deinem Liebsten noch vor dem „Guten Morgen“ an den Kopf schleuderst, was er gestern schon wieder vergessen hat zu erledigen. Wenn Du beim Anblick Deiner Miezekatze in erster Linie an die Fellhaare denkst, die sie auf ihrem Weg zum Sofa in der ganzen Wohnung verteilt,…
wäre es denkbar, dass Du eine Auszeit brauchst.

II. Die Sache mit dem schlechten Gewissen und andere Bedenken


Worauf basiert das, was Du für gut und richtig hältst?

Wahrscheinlich auf dem, was Du gelernt hast, was Dir gezeigt wurde. Auf Deiner Erziehung. Auf Deinen Erfahrungen und Erlebnissen. Und auf dem, was Deine Erinnerung daraus macht. Auf den Wertvorstellungen und Regeln der Gesellschaft, in der Du lebst. Es basiert auch auf Deinen Sehnsüchten. Auf dem, was Du vermisst hast und vielleicht bis heute vermisst. Darauf, was Du besser machen, Deinen Kindern ermöglichen möchtest. Und so weiter. Und so weiter…

Vieles davon ist wertvoll, vielleicht sogar wichtig. Manches nicht (mehr).

Du willst auf Dein Bauchgefühl hören? Dich von Deiner Intuition führen lassen? Dann vergiss bitte nicht, immer wieder zu überprüfen, woran Du glaubst. Eine einfache Frage kann Dir dabei helfen: „Ist das wirklich so?“

Was dadurch passieren kann: Dein eigenes Bewertungsschema wird (kurzzeitig) schwächer. Du öffnest Dich für eine viel größere Zahl an Möglichkeiten. Und für… Finde es heraus, wenn Du magst.

Gleich mal ausprobieren?

Welche der folgenden Gedanken zum Thema „Auszeit für Mütter“ kennst Du auch?

# 1: Eine gute Mutter wünscht sich nicht, eine Auszeit von der Familie zu nehmen

Ein Satz, der ganz schön viel Brennstoff enthält. Wie wirkt er auf Dich, wenn Du kurz die Augen schließt, durchatmest, und ihn dann laut aussprichst? Wie fühlst Du Dich dabei?

Vielleicht wirst Du traurig. Vielleicht wütend. Vielleicht unsicher….

Woher kommt das Gefühl, womöglich nicht gut genug zu sein? Nicht die „richtige“ Entscheidung treffen zu können? Nicht zu wissen, was Dir (und Deinen Lieben) gut tut? Wer darf entscheiden, wie eine gute Mutter zu sein hat? Und ob Du eine „gute Mutter“ bist?

Ich kann doch nicht... eine Auszeit von der Familie nehmen
Foto: Nick Demou

# 2: Ich schaffe das

Ja, ich weiß. Es gibt Mütter, die fünf Kinder im Abstand von jeweils eineinhalb Jahren bekommen und nie eine kleine Auszeit brauchen. Deine Mama war früher rund um die Uhr für den Haushalt und die Kinder da. Dein Mann findet, dass… Halt. Es geht um DICH.

Was hast Du bereits alles geschafft? In den letzten Jahren, Monaten, Wochen, Nächten…? Worauf bist Du stolz? Was hast Du super hingekriegt?

Was möchtest Du (noch) beweisen? Und wem?

# 3: Ich kann doch nicht…

Kommt Dir das ein oder andere bekannt vor?

  • „Die Mama von nebenan bräuchte dringend eine Auszeit, wo sie doch jetzt auch noch krank ist. Aber mir fehlt ja nichts…“
  • „Die anderen Mütter aus dem Kindergarten würden schön doof schauen, wenn nächste Woche jeden Tag mein Mann zum Abholen käme, weil ich Urlaub von meiner Familie brauche…“
  • „Während meine Nachbarin sich draußen im Garten mit dem Unkraut abplagt, kann ich unmöglich in Ruhe meinen Kaffee genießen. Als ob ich nichts zu tun hätte…“
  • „Am liebsten würde ich am Muttertag eine Auszeit nehmen. Aber bestimmt wären alle sehr enttäuscht…“

Warum greifen solche Gedanken, all der Freiheitsbewegung und viel gelobten Einzigartigkeit zum Trotz?

Vielleicht, weil Du dazu gehören möchtest. Weil Du Deine Ruhe haben willst, keine Lust auf schiefe Blicke hast oder Dich nach Verständnis, Unterstützung, Anerkennung, Akzeptanz… sehnst. Vielleicht, weil Du willst, dass es allen gut geht und sich niemand vor den Kopf gestoßen fühlt.

Die Krux: Mit Anpassung, Zurückhaltung oder Verzicht hilfst Du weder Dir noch Anderen. Und findest nicht die, die zu Dir stehen. Egal, was Du tust.

# 4: Ich kann meinen Partner nicht im Stich lassen

Wenn Du diesen Gedanken verfolgst, gehe ich davon aus, dass sich Dein Partner ohne Knebel, Fessel und Folterwerkzeuge dazu bereit erklären würde (oder schon bereit erklärt hat), Dich zu entlasten und den Laden eine (kurze) Zeit lang alleine zu schmeißen.

Was befürchtest Du?

Dass er nicht weiß, worauf er sich einlässt? Dass er es nicht schafft? Oder sich insgeheim wünscht, Du würdest hier bleiben? Dass er nur Dir zuliebe durchhält, obwohl er eigentlich selbst dringend eine Pause bräuchte? Dass er Dir Deine Auszeit am Ende doch übel nehmen oder – womöglich – sich auch mal eine gönnen könnte?

Ich glaube, Du solltest Deinem Mann erlauben, für sich selbst zu entscheiden. Punkt. Vielleicht ist er dankbar für den ein oder anderen Tipp von Dir oder für einen gut gefüllten Kühlschrank, bevor Du das Weite suchst. Vielleicht aber auch nicht.

# 5: Meine Kinder brauchen mich

Das kann sein. Und deshalb lohnt es sich, genau hinzuschauen. Ich bin sicher, dass Du einschätzen kannst, wann Deine Kleinen auch ohne Dich gut aufgehoben sind. Und nur Du kannst wissen, wie sehr Du Ruhe, Spaß, Abstand, neue Impulse… brauchst.

Mama braucht eine Auszeit
Foto: cherylholt auf pixabay

Stell Dir vor, Du bist seit zwei Wochen mit Deiner besten Freundin verabredet, die Du ewig nicht mehr gesehen hast. In drei Stunden trefft Ihr Euch. Du bist gerade dabei, Deine neue Bluse aus dem Schrank zu holen und freust Dich riesig… da fällt Dir auf, dass es in der Wohnung ungewöhnlich still ist. Du lauscht. Du rufst nach Deiner Kleinen. Und findest sie schließlich mit rotem Gesichtchen und am Daumen nuckelnd zwischen den Sofakissen. Fieber. Du entscheidest in Sekundenschnelle, heute Abend bei ihr zu bleiben.

Oder: Dein 3jähriger bricht in Tränen aus, als Du ihm erzählst, dass Du dieses Wochenende nicht zu Hause sein wirst. Du kannst ihn kaum beruhigen, er scheint Angst zu haben und es geht Dir gar nicht gut dabei… aber, da ist noch etwas Anderes. Ein leises Gefühl, das Dir sagt, dass Du gehen musst. Um am Montag wieder für ihn da sein zu können.

Viele Einzelsituationen, die immer wieder neu betrachtet werden wollen.

Wahrscheinlich wirst Du keine allgemein gültige Regel finden. Aber: Du kannst Dich darin üben, Dich selbst zu befragen. Deine Gefühle klar zu kriegen. Ehrlich zu Dir selbst zu sein. Deine Beweggründe zu durchleuchten.

Das Wichtigste dabei: Blicke nach innen und befrage Dein eigenes Herz. Frage Dich nicht, wie es den Anderen geht, sondern welches Gefühl DU hast. Und keine Angst… das ist nicht egoistisch. Ganz im Gegenteil: Dein Herz schließt alle mit ein, die Du liebst.

# 6: Ich habe keine Zeit

Für das, was unbedingt getan werden muss, findest Du Zeit. Essen, trinken, schlafen… kriegst Du immer mal wieder unter, um nicht umzukippen. Oder?

Warum fällt es so schwer, sich für etwas Zeit zu nehmen, das (auf den ersten Blick) nicht zwingend nötig ist, aber schön?

Bestimmt geht es auch hier um innere Glaubenssätze. Darum, wie entschlossen Du bist. Um Prioritäten. Und vielleicht auch um ein bisschen Übung.

„Nichts bringt uns auf unserem Weg besser voran als eine Pause.“

Elizabeth Barrett Browning

# 7: Ich kann mir das nicht leisten

Auszeiten für Mütter müssen nicht (nur) in Luxusresorts mit Wellness-Verwöhnprogramm und Sterneküche stattfinden. (Obwohl das nicht zu verachten wäre.)

Zu meinen 12 großartigen Auszeit-Ideen kommen wir noch. Und zum Glück sind viele dabei, die völlig kostenlos sind und auch im Alltag funktionieren.

Geld kann eine große Hemmschwelle sein.

Je nachdem, wie Du erzogen wurdest oder wo bzw. mit wem Du lebst, kann Geld (insbesondere das Geld, das Du nur für Dich selbst ausgeben möchtest) eine große Hemmschwelle sein. Die Du überschreiten kannst. Wenn Du Dich dafür entscheidest.

# 8: Ich MUSS eine Mama-Auszeit nehmen

Als mein Sohn drei Jahre alt geworden war, stand bei uns der Kindergarten an. Drei Jahre war das magische Alter, das überall als spätester Termin für den Einstieg propagiert wurde. Alle Kinder im gleichen Alter, die wir kannten, waren vormittags längst nicht mehr zu Hause.

Mir lag das Thema schrecklich im Magen. Unser Kleiner wollte nicht. Und ich wollte nichts falsch machen. Also drehte ich alle Argumente, alle Pros und Contras, monatelang (!) hin und her, sprach mit allen möglichen Leuten und wurde immer unsicherer. Bis es endlich aus mir heraus platzte: „Von mir aus MUSS er gar nicht in den Kindergarten. Ich verbringe gerne noch ein Jahr mit ihm.“ Plötzlich wurde es viel, viel leichter. Meine Entscheidung war klar.

Alle Welt ist überzeugt davon, dass Du eine Auszeit von der Familie nehmen solltest?

Du hörst ständig, dass auch die beste Mama mal eine Pause braucht? Aber etwas in Dir sträubt sich dagegen? Wenn Du ganz ehrlich bist, hast Du überhaupt keine Lust? Dann lass es und hör auch gleich damit auf, diesen Artikel weiterzulesen.

# 9: Eine Auszeit kann mir nicht helfen

Die Macht der Gedanken. Wenn Du denkst, dass eine Auszeit Dir nicht helfen kann, wird das auch so sein. Vielleicht spürst Du aber auch, dass Schlafmangel oder fehlende Abwechslung nicht Deine größten Baustellen sind. Vielleicht gibt es noch etwas Anderes, das gesehen bzw. gelöst werden möchte.

Eine Auszeit ist kein Allheilmittel. Sie schafft nicht alle Probleme aus der Welt. Aber: sie verschafft Dir Zeit und Platz. Für Dich und das, was Dir (neben Deiner Familie noch) wichtig ist.

Ein Vorschlag: Versuch doch einfach mal, das Thema Auszeit endgültig für Dich abzuhaken. Falls es sich nie wieder meldet, ist alles klar. Falls doch, kannst Du eine der 12 großartigen Mama-Auszeit-Ideen ausprobieren. Fast ohne Nebenwirkungen.

# 10: Ich habe Angst davor, zur Ruhe zu kommen

Höchstwahrscheinlich hättest Du diesen Gedanken so nicht formuliert. Und doch könnte es sein, dass er Dich beeinflusst.

Permanent beschäftigt zu sein, Deine Familie um Dich herum zu haben, und das bei vollem Geräuschpegel, hilft wunderbar dabei, nicht nachdenken zu müssen. Vor allem nicht über Tiefergehendes. Es schützt Dich auch davor, Dir Deiner Gefühle bewusst zu werden, insbesondere, wenn Du diesbezüglich nichts „Gutes“ erwartest (Traurigkeit, Leere, Angst, Wut…).

Die gute Nachricht: Du musst nicht innehalten. Du darfst Dich jederzeit ablenken.

III. Zwölf großartige Auszeit-Ideen für Mütter


Here we go…

Idee 1: Die Hotel-Auszeit für Mütter

Der Klassiker und die Variante, an die bei „Auszeit“ fast alle denken. Denn: es ist das Rundum-Entspannungspaket für Mütter.

Sich verwöhnen lassen und nichts (!) selbst erledigen. In frisch gemachten, weichen Betten schlafen. Frühstücksbuffet mit allem, wofür daheim nie die Zeit reicht. Mit Blick aufs Meer oder auf pulsierendes Stadtleben. Für nur eine Nacht oder für länger.

Pluspunkte

  • Rundum-Sorglos-Paket
  • unendlich viele Möglichkeiten und Anbieter
  • komplett dem Alltag entfliehen

Minuspunkte

  • nicht die preisgünstigste Idee
  • nicht für alle Tage
  • verändert nicht den Alltag
Hotel-Auszeit für Mütter

Idee 2: Die Wellness-Auszeit für Mütter

Von der Fußmassage bis zum Hot-Chocolate-Erlebnis, vom Sauna-Tempel bis zum Floating-Tank. Der Wellness-Markt lässt keine Wünsche übrig und verspricht Entspannung und Erholung für gestresste Mütter in unendlichen Varianten.

Wenn Du danach lechzt, Dich, Deinen Körper, Deine Haare, Deine Haut… verwöhnen zu lassen, bist Du hier richtig.

Pluspunkte

  • unendlich viele Möglichkeiten und Anbieter
  • ab einem Zeitfenster von ca. 30 Minuten umsetzbar (je nach Anwendung, ohne Anfahrt)
  • ein entspannter Körper kann sich auch positiv auf Geist und Seele auswirken

Minuspunkte

  • evtl. nicht die preisgünstigste Idee
  • nicht für alle Tage
  • verändert nicht den Alltag
Wellness für Mütter

Idee 3: Das Mama-Auszeit-Wochenende

Natürlich kann so ein Mama-Wochenende auch im Hotel stattfinden, aber es muss nicht. Und es darf auch verlängert werden.

Wie wäre es, endlich mal wieder Deine Freundin in Hamburg zu besuchen? Oder die in Wien? Wie wäre es, wenn die Kids samt Papa und Hund ein Wochenende lang zur Oma fahren würden? Oder zum Onkel? Und Du sturmfrei hättest?

Pluspunkte

  • viel Zeit am Stück
  • auch kostenlos bzw. kostengünstig möglich

Minuspunkte

  • nicht für alle Tag
  • verändert nicht den Alltag
  • falls Du zu Hause bleibst, droht die Gefahr, Liegengebliebenes zu erledigen
Mutterurlaub übers Wochenende

Idee 4: Der kinderfreie (Vor-/ Nachmit-) Tag

Gerade, wenn Deine Kinder noch klein sind, kann ein freier Tag (oder ein halber Tag oder auch nur eine Stunde…) einfach wunderbar sein.

Und selbst, wenn sie schon größer, vormittags im Kindergarten oder in der Schule und nachmittags auch mal bei Freunden sind: Wann warst Du das letzte Mal ausgiebig shoppen? Wann hast Du in Ruhe ein Buch gelesen? Musik gehört (außer Rolf Zuckowski und seine Freunde)? Wann lagst Du das letzte Mal ungestört in der Badewanne? Oder in der Sonne? Wohlgemerkt, ohne dabei mindestens ein Auge auf die Sprösslinge zu werfen…

Pluspunkte

  • kann die 7-Tage-Woche ungemein entzerren
  • auch kostenlos bzw. kostengünstig möglich

Minuspunkte

  • nicht für alle Tage
  • falls Du zu Hause bleibst, droht die Gefahr, Liegengebliebenes zu erledigen
Kleine Auszeit für Mama

Idee 5: Der Mädels-Abend

Wahlweise auch mit Kumpels oder am Morgen. Hauptsache Spaß haben, sich mit Erwachsenen unterhalten und einfach nur das tun, worauf Ihr Lust habt.

Pluspunkte

  • Beziehung leben mit denen, die Dir (zusätzlich zu Deiner Familie) wichtig sind
  • neue Impulse erhalten

Minuspunkte

  • nicht für alle Tage
  • verändert nicht den Alltag
Auszeit für Mamas beim Mädelsabend

Idee 6: Die Me-Time-Routine

Ob Yoga, Schwimmbad oder Chorprobe. Was immer Du gerne machst, kannst Du als festen Termin in Deinem Kalender etablieren.

Es kann sich übrigens auch zu einer Routine entwickeln, dass die Mama zu Hause regelmäßig eine Me-Time genießt, während der die Kinder nicht stören dürfen (wenn sie alt genug sind, um das zu verstehen, und nicht rund um die Uhr beaufsichtigt werden müssen).

Pluspunkte

  • muss nicht jedes Mal neu geplant/ organisiert/ diskutiert werden
  • wirkt über einen längeren Zeitraum
Erholung für Mütter

Idee 7: Das Mittagsschläfchen

Power-Napping dient nicht nur Managern. Warum nicht das Mittagsschläfchen Deines Babys nutzen, um selbst Schlaf nachzuholen? Warum nicht, während Dein Kleiner beim Nachbarn spielt, für ein Viertelstündchen die Augen zumachen?

Pluspunkte

  • nimmt nicht viel Zeit in Anspruch
  • funktioniert zwischendurch
  • kann für frische Energie sorgen und Stresshormone abbauen

Minuspunkte

  • echter Schlafmangel kann vor allem durch Nachtschlaf ausgeglichen werden
  • Wenn Du länger als 10 bis 20 Minuten schläfst, könntest Du hinterher noch müder sein.
Mama macht mal Pause

Idee 8: Der (kurze) Tapetenwechsel

Kennst Du das Gefühl, frische Luft zu brauchen? Hast Du Deine Kinder deshalb schon zur Tür hinaus geschoben, ob sie wollten oder nicht? Oder hast Du sie, als zum Beispiel bei den Hausaufgaben gar nichts mehr ging, gebeten aufzustehen und kurz mal den Schreibtisch zu verlassen?

Genau darum geht es.

Szenenwechsel, neue Anreize fürs Gehirn, Sauerstoff… können dabei helfen, ausgetretene Denkpfade zu verlassen und Verbrauchtes abzuschütteln.

Zum Beispiel: ein Spaziergang durch den Wald. Tief durchatmen, langsame und schnelle Schritte, Deine Füße auf der Erde, lauschen, riechen, Gräser mit der Hand berühren, kurz in eine andere Welt eintauchen. Bis zu Deinem Lieblingsbaum und zurück. Oder länger.

Wenn das nicht geht: wenigstens für ein paar Minuten das Zimmer wechseln oder raus auf den Balkon.

Pluspunkte

  • nimmt nicht viel Zeit in Anspruch
  • funktioniert zwischendurch
  • kann den Kopf frei „pusten“
Auszeit nehmen als Mutter

Idee 9: Die Bewegungs-Pause

Kinder hopsen in Kitas und Schulen zu lustiger Musik durch die Gegend, um überschüssige Energie loszuwerden und den Kopf frei zu kriegen. Warum solltest Du als Mutter nicht auch auf dieses Mittel zurückgreifen?

Dazu musst Du nicht viel beachten.

Lieblingsmusik auflegen und anfangen zu tanzen, zu hüpfen, alle Körperteile durchzuschütteln, zu boxen oder zu kicken, Dich zu drehen, im Kreis zu laufen, auf der Stelle zu wippen, in die Hocke zu gehen… was immer Dir einfällt und gerne abwechselnd. Es wirkt übrigens auch Wunder, die Gesichtsmuskeln mit zu bewegen (z. B. Grimassen schneiden, Zunge raus strecken). Mindestens 5 Minuten (gerne auch länger) solltest Du durchhalten.

Pluspunkte

  • nimmt nicht viel Zeit in Anspruch
  • funktioniert zwischendurch
  • kann Gedankenströme unterbrechen und Glückshormone freisetzen

Minuspunkte

  • kann anfangs ungewohnt sein
Entspannung für gestresste Mütter

Idee 10: Die Meditations-Auszeit

Die Königs-Disziplin und mein absoluter Favorit. Aber keine Angst. Du musst nicht den Lotussitz beherrschen oder vom Buddhismus überzeugt sein, um von den Vorteilen der Meditation profitieren zu können.

Starte einfach mit der folgenden Anleitung.

Anfangs reicht dafür ein Zeitfenster von ca. 10 Minuten, währenddessen Du allerdings möglichst ungestört sein solltest.

Wähle eine bequeme Sitzposition auf einem Sitzkissen, einem Stuhl oder einem Sessel. Wichtig ist, dass Deine Wirbelsäule aufrecht ist (möglichst nicht anlehnen) und beide Füße den Boden berühren. Deine Hände kannst Du auf Deinen Oberschenkeln ablegen. Um die rechte Balance zu finden, kannst Du leicht nach vorne und hinten, sowie nach links und rechts wippen und Deinem Körper die Chance geben, sich einzupendeln. In welcher Position hält er sich wie von selbst, so dass Du ohne Anstrengung sitzen kannst? Ist Deine Wirbelsäule noch aufrecht?

Schließe die Augen und beginne nun damit, Deinen Körper von oben nach unten zu entspannen. Wandere dabei innerlich von Deinem Scheitel, über die Augen, die Lippen, die Kiefermuskulatur, den Nacken… bis zu Deinen Zehen. Entspanne Deine Arme, Deine Hände, den Bauch, den Beckenboden, die Beine und so weiter. Ganz ohne Druck und nur so weit, wie es geht.

Richte Deine Aufmerksamkeit auf Deinen Atem. Spüre, wie er kommt und geht. Beobachte jeden Atemzug, ohne ihn zu steuern oder einzugreifen. Nimm wahr, wie Du geatmet wirst.

Während in Dir Gedanken, Emotionen, Geräusche, Bilder, was auch immer… auftauchen, lenkst Du Deine Aufmerksamkeit immer wieder auf den Atem. Er hilft Dir dabei, Deinen Geist zu beruhigen und gleichzeitig wach zu bleiben. Versuche nicht, irgendetwas zu unterdrücken oder nicht da haben zu wollen. Nimm alles wahr, was in Deinem Geist auftaucht, fühle es, und lass es auch wieder ziehen. Ohne einzelne Gedanken weiter zu verfolgen. Ohne zu benennen, zu bewerten oder zu vergleichen. Ohne Dich zu verfangen. Immer wieder von vorn.

Mit der Zeit wird es dadurch automatisch ruhiger in Dir. Du schaffst Platz für Dein Herz und Deine tieferen Gefühle. Und falls das erst mal nicht so klappt… verlange nicht zu viel von Dir.

Mein Tipp: Manchmal fühlt es sich besser an, sich vor einer Sitzmeditation ein bisschen zu bewegen bzw. auszupowern. Deshalb lassen sich auch Bewegungs-Pausen und Meditationen prima kombinieren.

„Verbringe jeden Tag einige Zeit mit Dir selbst.“

Dalai Lama

Pluspunkte

  • nimmt nicht viel Zeit in Anspruch
  • funktioniert zwischendurch
  • wirkt sowohl kurzfristig als auch langfristig

Minuspunkte

  • kann anfangs ungewohnt sein (Nicht entmutigen lassen! Schon die kürzeste Meditation kann Wirkung zeigen. Einfach immer mal wieder ausprobieren.)
Mama Pause

Idee 11: Die Kaffee-Pause

Es darf auch Tee sein. Oder ein anderes Getränk. Denn letztlich geht es darum, Deinen inneren Kritiker auszutricksen. Gegen eine kleine Auszeit für die Mama (bis die Tasse leer ist), in der sogar noch Deine Flüssigkeitsreserven aufgefüllt werden, wird er ja wohl nichts einzuwenden haben, oder?

Dazu verstehen auch schon kleinere Kinder so anschauliche Zeitangaben wie „Wenn ich meinen Kaffee ausgetrunken hat, habe ich wieder Zeit für Dich.“. („Mama braucht eine Pause.“ überhören sie tendenziell eher.)

Möchtest Du Deine Trink-Pause möglichst mit allen Sinnen genießen und schnell zur Ruhe kommen?

Dann versuche Folgendes: Beginne damit, Dein Getränk bewusst wahrzunehmen. Wie sieht die Tasse aus? Welche Farbe hat die Flüssigkeit darin? Wie warm ist sie?

Führe dann jede Bewegung mit voller Aufmerksamkeit durch. Fühle die Tasse in Deiner Hand, an Deinen Lippen. Wie fühlt sich jeder einzelne Schluck an? Was schmeckst Du? Welche Gerüche nimmst Du wahr? Welche Geräusche? Bleibe ganz bei Dir und bei dem, was Du jetzt gerade tust.

Pluspunkte

  • nimmt nicht viel Zeit in Anspruch
  • funktioniert zwischendurch
  • kann eine meditative Wirkung auf Dich haben
Mama braucht eine Kaffee-Pause

Idee 12: Die Atem-Pause

Du musst nicht komplett ungestört sein oder an einem lauschigen Plätzchen sitzen, um eine Atem-Pause einlegen zu können. Auch in stressigen Situationen kann es helfen, sich an die Kraft der Meditation zu erinnern (ohne im eigentlichen Sinne meditieren zu müssen). Denn letztlich ist es immer das Gleiche und ganz einfach: Du unterbrichst Deinen Gedankenfluss und beruhigst dadurch auch Deine Emotionen. Du schöpfst Kraft, kannst wieder klarer denken und schaffst Voraussetzungen, um eingefahrene Verhaltensmuster verlassen zu können.

Die größte Schwierigkeit besteht meistens darin, dass Du diese Art der Auszeit nicht auf dem Schirm hast und deshalb schlicht und ergreifend vergisst. Post-its und sogar Handy-Alarmtöne können Abhilfe schaffen.

Und wie läuft eine Atem-Pause jetzt ab?

Du richtest Deine volle Aufmerksamkeit ausschließlich auf Deinen Atem. Du spürst, wie er kommt und geht. Du beobachtest jeden Atemzug, ohne ihn zu steuern oder einzugreifen. Du fühlst den Atem in Deiner Kehle, in Deinem Körper, in Deinem Bauch. Von vorn. Ein paar Atemzüge lang. Oder länger. Mit offenen oder geschlossenen Augen. Sonst nichts.

So eine Mini-Auszeit kann wahre Wunder bewirken. Umso mehr, je öfter Du Dich für sie entscheidest.

„Der Atem ist immer da. Er begleitet Euch, solange Ihr einen Körper bewohnt. Er ist immer verfügbar.“

aus dem Buch „Atem“ von Daniel Hertlein

Pluspunkte

  • nimmt nicht viel Zeit in Anspruch
  • Mini-Auszeit, die immer und überall funktioniert
  • wirkt sowohl kurzfristig als auch langfristig

Minuspunkte

  • kann anfangs ungewohnt sein (Nicht entmutigen lassen! Schon die kürzeste Achtsamkeitsübung kann Wirkung zeigen. Einfach immer mal wieder ausprobieren.)
auch die beste Mama braucht mal Pause

IV. Wie Du die Zeit ohne Kinder maximal genießen und damit aufhören kannst, Dir Gedanken zu machen


Du hast Dich entschlossen, als Mama eine Auszeit zu nehmen, und alle Zeichen stehen auf Grün? Der Babysitter ist organisiert, jeder weiß Bescheid, Du musst eigentlich nur noch die Haustür öffnen und… plötzlich… magst Du nicht mehr? Würdest am liebsten hier bleiben?

Ganz normal…

Vor allem, wenn Du schon lange nicht mehr (oder noch nie) ohne Deine Kids unterwegs warst, kann es sein, dass Dir die Trennung, selbst wenn sie noch so kurz sein mag, schwer fällt. Es kann sogar sein, dass Du gar nicht mehr verstehen kannst, wieso Du überhaupt so scharf auf eine Auszeit warst. Eigentlich ist doch alles wunderbar und überhaupt hast Du die tollsten Kinder der Welt…

Achtung: Ängste, Schuldgefühle, Zweifel… aber auch Bequemlichkeit oder Gewohnheit versuchen jetzt vielleicht noch einmal, zum Zuge zu kommen.

Falls Du wirklich hin und her gerissen bist: Nimm Dir die Zeit, die Du brauchst, um ruhiger zu werden und tief in Dich hinein zu spüren. Wie würde es sich anfühlen, wenn Du jetzt alles absagen würdest und deshalb niemand verärgert wäre? Wärst Du erleichtert? Oder enttäuscht?

Du willst es angehen?

Okay. Mit den folgenden fünf Punkten kannst Du Deine Mama-Auszeit optimal genießen.

Tipp 1: Bereite alles und alle vor

Egal, wie sehr mich alle belächeln: vor jeder längeren Auszeit schreibe ich „Anleitungen“ für meinen Mann und alle Babysitter. Die Telefonnummer unserer Kinderärztin, die Lieblingsgerichte meines Sohnes, sein Tagesablauf, welche Klamotten für die Schule gedacht sind, ob in der Bibliothek Bücher zurückgegeben werden müssen… einfach ALLES steht auf zwei DIN A4-Seiten, die ich – für alle sichtbar – an die Kühlschranktür pinne.

Wieso? Nach einer, aus meiner Sicht, perfekt vorbereiteten „Übergabe“ kann ich komplett loslassen. Mir fällt es dann sogar leicht, während meiner Auszeit nicht erreichbar zu sein und mein Handy auszuschalten. (Was natürlich kein Muss ist.) Und das, obwohl ich weiß, dass mein Mann diese Zettel noch nie gelesen hat. Aber: er KÖNNTE, wenn es nötig wäre.

Was hilft DIR dabei, entspannt in Deine Auszeit zu starten?

Was möchtest Du vorher noch erledigen? Was sollten alle wissen? Was ist Dir wichtig?… Was immer Dir dazu einfällt, gehört zu Deiner persönlichen Auszeit-Vorbereitung.

Auszeit nehmen von der Familie
Foto: Glenn Carstens-Peters auf Unsplash

Tipp 2: Schließe Freundschaft mit den Tränen

Falls es bei Euch beim Verabschieden nie Tränen gibt, kannst Du diesen Punkt überspringen…

Falls doch… was ist eigentlich so schlimm an den Tränen der Kinder?

  • Sie spiegeln Deine eigenen Ängst, Sorgen, Unsicherheiten wider… und konfrontieren Dich (unter anderem) mit den Bedenken und Gefühlen, die wir unter Punkt 2 schon aufgezählt hatten.
  • Sie zeigen Dir, was Du Ihnen zutraust und was nicht.
  • Sie zeigen Dir, ob Du denen vertraust, die bei ihnen sind.
  • und so weiter, und so weiter…

Es kann auch sein, dass Dich das „Geheule“ wütend macht. Weil Du es bereits eilig hast, weil Du Dir Deine Laune nicht verderben lassen möchtest, weil Du fest entschlossen bist, Dich nicht umstimmen zu lassen, weil Du schon zu oft verzichtet hast…

Wenn es Dir gelingt, die Situation – egal, wie sie ist – und alle damit verbundenen Gefühle zu akzeptieren, wird es leichter.

Dann musst Du weder abwehren, noch verzweifeln, noch auf Deine Auszeit verzichten. Und jeder darf so fühlen, wie er jetzt gerade fühlt. Du übrigens auch. Denn… vielleicht ist es ja DEINE Traurigkeit, die sich auf die Kleinen überträgt? Vielleicht spüren sie, dass Du Zweifel hast, und sind deshalb verunsichert?

Oder: alles läuft ganz anders ab. Niemand kommt, um Dir zum Abschied einen dicken Schmatz auf die Wange zu drücken. Nur Du bist traurig, sonst keiner.
Auch dann: Akzeptiere, dass Dir der Abschied jetzt gerade nicht leicht fällt. Versuche, Deine Gefühle für Dich selbst zu klären und Deine Kinder diesbezüglich loszulassen.

Tipp 3: Nutze die gewonnene Freizeit nur für Dich

Eine Stolperfalle, die ich immer wieder beobachte (auch bei mir selbst): die Kinder sind endlich aus dem Haus und Du erledigst nur noch „schnell“ dies und das, bevor Du machst, worauf Du Dich gefreut hattest. Ehe Du Dich versiehst, zerrinnt Dir die „kleine Auszeit für Mama“ zwischen den Fingern, ohne dass Du sie für Dich selbst nutzen konntest.

Oder: Du bist weggefahren und findest Dich, anstatt wie geplant die neueste Frühjahrs-Kollektion rauf und runter zu probieren, in der Kinderabteilung oder im Spielwarengeschäft wieder.

Kannst Du Dir erlauben, dass es wirklich mal nur um Dich geht?

Mein Tipp: Verschiebe alles, was Du auch erledigen kannst, wenn Deine Kinder mit dabei sind, auf später. Und konzentriere Dich während Deiner Auszeit auf die Dinge, die alleine unkomplizierter sind oder mehr Spaß machen.

Tipp 4: Denk nicht nach

Top-Methode (nicht nur für Mütter), um jede Art von Auszeit zu bereichern. Dazu beginnst Du, Dich selbst zu beobachten (bitte spielerisch und ohne jeglichen Druck).

Womit beschäftigst Du Dich innerlich? Woran denkst Du? Daran, was Du jetzt dann als Nächstes tun könntest? Was die Frau, die gerade an Dir vorbei geht, wohl in ihrer Einkaufstasche trägt? Planst Du bereits die To-Do’s, die anstehen, wenn Du wieder nach Hause kommst? Oder lässt Du Szenen des letzten Familienurlaubs im Kopf Revue passieren?

Sobald Dir auffällt, dass Du Gedanken verfolgst (sie weiter spinnst, eine Geschichte daraus machst…) hörst Du damit auf. Damit Dir das leichter fällt, konzentrierst Du Dich stattdessen auf etwas Anderes. Zum Beispiel auf Deinen Atem (erinnere Dich hierzu an „Die Atem-Pause“). Oder auf Deine Körperempfindungen. Wie fühlt sich der Stuhl an, auf dem Du gerade sitzt? Was hörst Du? Was riechst Du? Spürst Du den Wind in Deinem Gesicht? Oder kitzeln Dich Sonnenstrahlen?

Erlebe immer wieder bewusst, wie es Dir geht, wenn Du nicht denkst.

Schon kurze Denk-Pausen können Deinen Erholungswert verbessern, Platz für Dein Innerstes schaffen und Deinen Tag zufriedener, freudiger, ruhiger, leichter… machen.

Tipp 5: Sei ehrlich zu Dir selbst

Ein ungutes Gefühl lässt Dich nicht los? Du kannst nicht aufhören, Dir Sorgen zu machen? Obwohl Menschen bei Deinen Kindern sind, denen Du vertraust und Dir schon (mehrfach) telefonisch versichert haben, dass alles in Ordnung ist?

Wenn Du Deine Auszeit nicht genießen kannst und es Dich nach Hause zieht, solltest Du Deinem Gefühl folgen. Wem oder was sonst?

V. FAQ – Frequently Asked Questions


Hier findest Du (noch mehr) Antworten auf häufige Fragen zur Auszeit für Mütter.

Geht es bei einer Mama-Auszeit darum, alleine Urlaub zu machen?

Je nachdem. Letztlich geht es darum, Dir eine begrenzte Zeit lang eine Auszeit vom Muttersein zu gönnen und Dich nur um Dich selbst zu kümmern. (Wobei Du selbstverständlich immer die Mutter Deiner Kinder bleibst. Es geht nur um die Rolle – inkl. aller Vorstellungen, Verpflichtungen, Aufgaben – die vorübergehend abgestriffen wird.)
Die Dauer ist völlig offen. Vom Mutterurlaub in der Toskana bis zur Mini-Auszeit in Form einer Kaffee-Pause ist alles drin.

Für wen ist eine Auszeit geeignet?

Eine Auszeit eignet sich für alleinerziehende Mütter, für junge Mütter, für berufstätige Mütter, für stillende Mütter… für jede Mutter, die eine Auszeit braucht und sich dafür entscheidet.

Hilft eine Mama-Auszeit gegen Stress?

Eine Auszeit ist kein Allheilmittel. Aber: sie verschafft Dir Zeit und Platz. Für Dich und das, was Dir (neben Deiner Familie noch) wichtig ist.
Aus meiner Erfahrung können vor allem regelmäßige, kleine Auszeiten für Mamas dabei helfen, Stress abzubauen. Dazu gehören auch kurze Achtsamkeits- und Meditationsübungen, die sich leicht in den Alltag integrieren lassen.

Wie und wo finde ich das beste Hotel für meine Mama-Auszeit?

Neben den bekannten Online-Suchmaschinen (kennst Du schon den Urlaubsguru?) gibt es auch Hotels, die spezielle Angebote für Auszeiten schnitzen. Bevor Du Google befragst, solltest Du Dir jedoch selbst ein paar Fragen stellen. Denn je klarer Du Dir über Deine Wünsche bist, desto eher findest Du Dein ideales Mama-Auszeit-Hotel.
Zieht es Dich in die Natur oder in eine Stadt? Möchtest Du im Notfall (bzw. um Dich selbst zu beruhigen) schnell zu Hause sein können? Wünschst Du Dir Ruhe und Abgeschiedenheit oder wäre es schön, nette Menschen zu treffen? Wie wichtig sind Dir Wellness-Angebote? Gehört ein exklusives Ambiente für Dich dazu? Oder möchtest Du Deine Jogginghose lieber gar nicht mehr ausziehen müssen? Und so weiter, und so weiter…

Gibt es auch Auszeit-Angebote für Mütter MIT Kindern?

Ja klar, auch hierfür gibt es spezielle Angebote, auf die Du im Internet schnell stoßen wirst (wobei Du die vielleicht gar nicht unbedingt brauchst?). Und, ja, eine Auszeit kann für eine Mama auch mit Baby bzw. Kind funktionieren. Vor allem, wenn es sich nicht anders einrichten lässt, Du sonst ein mulmiges Gefühl hättest oder Du Deine Kleinen einfach um Dich haben möchtest.

Was soll ich an einem kinderfreien Tag tun?

Es ist verrückt, oder? So oft hast Du Dich danach gesehnt, kinderfrei zu haben, und jetzt weißt Du nicht, was Du unternehmen sollst.
Lass Dir Zeit. Vielleicht ist es ungewohnt, plötzlich nicht permanent einsatzbereit sein zu müssen.
Überleg Dir immer nur, worauf Du JETZT gerade Lust hast. Und dann mach genau das. Vielleicht hattest Du Dir vorgenommen, durch die Läden zu bummeln und jetzt möchtest Du lieber auf der Couch bleiben? Oder umgekehrt? Fang an, Dich treiben zu lassen, auf Dein Gefühl zu hören, Dich nach niemandem zu richten. Möglicherweise entdeckst Du Unerwartetes. Möglicherweise tust Du einfach mal nichts.

Gibt es so etwas wie ein Mama-Auszeit-Buch?

Ja. Ich selbst habe noch keins gelesen.

Eignen sich Auszeiten für Mamas auch als Geschenk?

Definitiv. Als Auszeit-Geschenk für eine Mama eignen sich z.B. Hotel-, Wellness-, Restaurant- oder sonstige Gutscheine. Und, ach ja… es gibt sogar Mama-Auszeit-Boxen (als Entspannungspaket zum selber basteln oder von diversen Anbietern).
Am wertvollsten ist meist die verschenkte Zeit, die umso mehr genossen werden kann, je besser für die Lieben zu Hause gesorgt ist. Deshalb: den geeigneten Babysitter nicht vergessen!
Falls Du nicht sicher bist, ob die Mutter, an die Du denkst, Lust auf einen Tag ohne Kinder hat… am besten unauffällig anfragen. Und erst hinterher überraschen.
Apropos Zeit… gestresste Mamas freuen sich natürlich auch über Gutscheine für Putzhilfen (ja, das gibt es) oder über das Angebot, ihr den Samstags-Einkauf abzunehmen, oder über… Hier sind Deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt.

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Demnächst findest Du hier noch mehr interessante Artikel (z. B. über Hausaufgaben-Nöte, den Umgang mit Angst oder Wut, über Unzufriedenheit als Mutter etc.). Es wird eine Reihe mit Entspannungsübungen geben, die schnell helfen und wenig Zeit beanspruchen. Und und und…

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Kategorie entschleunigend
Bettina

Hallo, ich bin Bettina, Bloggerin, Mama, Coach... und schreibe für Mütter, die sich im Familienalltag manchmal nach mehr Gelassenheit, Freude oder Klarheit sehnen. Und ihren einzigartigen Weg dorthin gehen möchten. Außerdem bin ich süchtig nach Sonnenstrahlen, leckerem Essen und Meditation... wenn schon nicht gleichzeitig, dann doch abwechselnd ;-)

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